Dem Glücksspiel Einhalt gebieten

Allgemein

Auf ihrer Hauptversammlung in Neumühl stellten die Kehler Sozialdemokraten personelle und inhaltlich Weichen für die Landtagswahl im kommenden Jahr. Die Mitglieder wählten aus ihrer Mitte die 13 Delegierten, die auf der Nominierungskonferenz im Juli für den Ortsverein mitentscheiden sollen, wen die SPD im Wahlkreis Kehl als Kandidaten für die Landtagswahl ins Rennen schickt.

Auf einen politischen Bericht des stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Uwe Hengherr folgte eine rege Diskussion zu landespolitischen Themen, insbesondere zur Schulpolitik und zur umgreifenden Glücksspielsucht.

Anschliessend wurde die Nutzung der ehemaligen Tulla-Realschule als Kulturforum besprochen - ein Projekt das von im vergangenen Jahr von der Kehler SPD vorgeschlagen wurde und im Gemeinderat zunehmend Unterstützer findet.

Glücksspielsucht eindämmen

"Das Wuchern von Glücksspielautomaten in Kehl zeugt mal wieder davon, dass der Gesetzgeber im Land kein Bewusstsein dafür hat, dass die Welt über den Rhein hinaus weitergeht und dies Auswirkungen auf die Grenzregionen hat" erklärte Fabien Vesper, Vorsitzender der Kehler SPD, mit Blick auf die strenge Regulierung und Begrenzung des Betriebs von Glücksspielautomaten in Frankreich. Das Glücksspiel sei jedoch nicht nur für die französische Kundschaft und das Kehler Stadtbild schädlich, sondern zunehmend auch für Kehler Arbeitnehmer. Auch auf Ebene des Kreisverbands wolle man auf eine Änderung der Rechtslage hinwirken, um dem Glücksspiel in Kehl und Umgebung Einhalt zu gebieten.

Einsatz für Ausbildungsplätze

Einen weiteren thematischen Schwerpunkt der SPD sprach die 20jährige Evelyn Lustig an, die darauf hinwies, dass heute sehr viele Jugendliche Schwierigkeiten haben, überhaupt einen Ausbildungsplatz zu finden. Lustig plädierte für eine gerechtere Bildungspolitik und forderte von der Landespolitik deutlich mehr Einsatz für die Verbesserung der Lehrstellenangebots.

 
 

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