Gabi Rolland Als Gast auf der Mitgliederversammlung der Kehler Sozialdemokraten referierte die Freiburger Stadträtin Gabi Rolland über Europapolitik im Kleinen wie im Großen. SPD-Vorsitzender Vesper forderte mehr Demokratie im Eurodistrict Strasbourg-Ortenau. Auch Privatisierung der Wasserversorgung Thema.
In ihrem Impulsreferat berichtete Rolland über die Entstehung von „TEMPO", der Trinationale Metropolregion Oberrhein. Es gehe dabei nicht nur um wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Schweiz, Frankreich und Deutschland, sondern auch um die Förderung von Mehrsprachigkeit und nachhaltiger Entwicklung.
Auch der Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau war auf der Versammlung Thema. Roland Ries sei dabei den Eurodistrikt neu zu erfinden, erklärte Fabien Vesper, Vorsitzender der Kehler SPD, und sprach sich für eine stärkere Einbindung der Bürger(innen) aus, wie sie vom Straßburger Oberbürgermeister vorgeschlagen wurde. „Gerade in der grenznachbarschaftlichen Zusammenarbeit und in der Europapolitik müssen wir mehr direkte Demokratie wagen" so Vesper weiter.
Als einen politischen Schwerpunkt für die Europawahl diskutierte der SPD-Ortsverein über die Sicherung der Daseinsvorsorge, insbesondere bei der Wasserversorgung. Von der CDU habe es vor einigen Jahren schon mal einen Vorstoß gegeben, die Wasserversorgung Kehls zu privatisieren, erinnerte sich ein Mitglied. „Wasser darf niemals eine Ware für Gewinnstreben werden, sondern muss in kommunaler Hand bleiben" erklärte dazu Uwe Hengherr, stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender. Nur so könne die Qualität die Versorgung und die Preisstabilität gewährleistet bleiben.