Die Ortenauer Sozialdemokraten diskutierten heute in Kork über die Bildungspolitik in Baden-Württemberg. Auch die Schulentwicklung in Kehl war ein Thema.
Landespolitik
Starken Rückenwind erhielt die Landtagsabgeordnete Marianne Wonnay für die Bildungspolitik ihrer Fraktion im Landtag. Auf der öffentlichen Veranstaltung in Kehl-Kork hielt die Emmendinger Sozialdemokratin Wonnay vor 40 Teilnehmern ein Plädoyer für längeres gemeinsames Lernen, für die Stärkung der Schulsozialarbeit und für Korrekturen beim achtjährigen Gymnasium (G8).
Kritik übte Wonnay an den widersprüchlichen Äußerung von Mitgliedern der Landesregierung. “Dass sich Ministerpräsident und Kultusminister mit unabgesprochenen Vorstößen in der Öffentlichkeit widersprechen, verunsichert Schüler, Eltern und Lehrkräfte gleichermaßen.” Mit der halbherzigen Umsetzung von Ganztagsschulen und Kooperationen zwischen Haupt- und Realschulen könne niemand mehr eine klare Linie in der Bildungspolitik des Landes erkennen, ergänzte die Ortenauer Bundestagsabgeordnete Elvira Drobinski-Weiß.
Auch die Situation in Kehl wurde angesprochen. “Schulen gehören ins Dorf und es spricht einiges für den Erhalt der Schule in Bodersweier”, erklärte Fabien Vesper, Vorsitzender der Kehler SPD in seinem Schlusswort. Für eine Entscheidung dieser Tragweite dürfe sich die Gemeinde nicht unter Druck setzen lassen, so Vesper. “In jedem Fall kann ich mir ohne ein verbindliches Konzept zur Schülerbeförderung keine Entscheidung in der Sache vorstellen.”
